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Drittmittelprojekte (DFG)

Interindividuelle Unterschiede und Modulierbarkeit der Konflikt-Monitoring-Intensität als Determinante von Vermeidungslernen: Evidenz für eine integrative ACC-Theorie?(abgeschlossen; 2008-2017)

Angstspezifische Manipulationen von Konflikt-Monitoring (abgeschlossen; 09/2013-08/2015)

Konflikt-Monitoring und Verstärkungssensitivität: Zur Relevanz von antizipierter Anstrengung und Kontingenzerwartung (abgeschlossen;LE2240/2-2, BE2443/4-3)

Affektiv-motivationale und soziale Aspekte des Konfliktkonzeptes der revidierten Verstärkungs-Sensitivitäts-Theorie von J. A. Gray (abgeschlossen; 02/2009-01/2011; LE2240/2-1)

ERN/Ne and Feedback-Negativity als Korrelate dispositioneller Ängstlichkeit: Zur experimentellen Untersuchung von reaktiver Kontrolle und Suggestibilität (Start: Februar 2019)

 Das geplante Projekt untersucht Zusammenhänge der Error-Related Negativity (ERN/Ne) und der Feedback Negativity (FN)-Komponente des ereigniskorrelierten Potenzials (EKP) mit dispositioneller Ängstlichkeit/Ängstlicher Besorgtheit (ÄB). In einer Meta-Analyse ermittelten Moser, Moran, Schroder, Donnellan, und Yeung (2013) eine negative Korrelation der ERN/Ne mit ÄB. Nach Moser et al. (2013) lenken die mit erhöhter ÄB einhergehenden negativen Kognitionen von kontinuierlicher Zielaktivierung ab, was kompensatorisch zu reaktiver Zielaktivierung nach Fehlern und damit zu einer negativeren ERN/Ne führt (kompensatorische Fehler-Monitoring Hypothese) – insbesondere bei erhöhter ÄB führen. Eine Induktion von Sorgen setzt voraus, dass diese sich möglichst wenig auf eine Erhöhung der Zustandsängstlichkeit und der Ängstlichen Erregung (ÄE) auswirken. Eine Manipulation der Sorgen sollte sich somit möglichst auf Kognitionen beziehen. Das erste Hauptziel des geplanten Projektes ist daher die vergleichende Prüfung der kompensatorischen Fehler-Monitoring Hypothese von Moser et al. (2013) und einer Alternativerklärung über den aversiven Gehalt von Fehlern (Proudfit et al., 2013). Die Fehler-Monitoring Hypothese und der Alternativerklärung sollen dabei im Zusammenhang mit interindividuellen Unterschieden in der Zustands-Rumination, der Gudjonsson Suggestibilitätsskala und ÄE untersucht werden. Zur Untersuchung des ersten Hauptziels des Projektes sollen die genannten Fragebögen in deutschsprachigen Adaptationen erprobt und validiert werden (Studie 1). In Studie 2 soll die Hypothese erhöhter reaktiver Kontrolle bei erhöhter ÄB für die ERN/Ne in einer Zahlen-Flanker-Aufgabe (Stahl, 2010) experimentell untersucht werden. Dabei werden negative Kognitionen/Sorgen über neutrale und negative suggestive Leistungsrückmeldungen und der aversive Gehalt von Fehlern über neutrale und aversive Töne experimentell manipuliert. In Studie 3 des geplanten Projekts wird der Effekt performanz-inkompatibler (d.h. inkorrekter) Leistungsrückmeldungen bei Personen mit höherer vs. niedrigerer Ängstlichkeit auf die ERN/Ne sowie auf die FN untersucht. Um einer Rückmeldung suggestiven Charakter zu geben, wird in einer Zahlen-Flanker-Aufgabe Unsicherheit über die Korrektheit der eigenen Performanz hergestellt (d.h. es wird rückgemeldet, dass Reaktionen nicht innerhalb eines definierten Zeitintervalls erfolgten). Es wird erwartet, dass Personen mit höherer Ängstlichkeit eine erhöhte Suggestibilität gegenüber performanzinkompatiblen Rückmeldungen und daher geringe FN-Unterschiede zwischen realen und suggerierten Fehlerrückmeldungen aufweisen. Das Projekt leistet einen essentiellen Beitrag zur Erklärung der neuronalen Grundlagen von Ängstlichkeit, Suggestibilität und Variationen in ACC-bezogenen EKPs.