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Was sind die Schwerpunkte in der Lehre?

Das Curriculum Rechtspsychologie im engeren Sinne besteht aus zwei Säulen: der forschungsorientierten Vertiefung Rechtspsychologie sowie dem Schwerpunkt in der Pädagogischen Psychologie (s. hierzu unter Pädagogische Psychologie). Zusätzlich können Lehrveranstaltungen in den Nachbarwissenschaften Kriminologie, Rechtswissenschaft, Sexualmedizin sowie Forensische Psychiatrie besucht werden.

In der forschungsorientierten Vertiefung Rechtspsychologie wird primär der forensisch-diagnostische Teil der Rechtspsychologie behandelt. Hier stehen - neben den rechtlichen Grundlagen der Sachverständigentätigkeit - die Begutachtung von Zeugenaussagen sowie die Begutachtung der Verantwortlichkeit von Straftätern im Vordergrund.
Darüber hinaus werden auch Themen aus der Polizeipsychologie sowie dem Zivilrecht (Familienrecht, Delikthaftung) behandelt. In der Einführungsvorlesung wird ein Überblick über die für die Rechtspsychologie wichtigen gesetzlichen Bestimmungen gegeben. Insbesondere werden die Rechte und Pflichten von Sachverständigen, der Aufbau des Gerichtswesens sowie der Gang eines Strafverfahrens behandelt.
Ferner werden Forschungsergebnisse zur Zuverlässigkeit und Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen, besondere Probleme bei kindlichen Zeugen und die Begutachtung der Verantwortlichkeit von jugendlichen, heranwachsenden und erwachsenen Straftätern erörtert. Darüber hinaus werden Seminare zu wechselnden Themen (z. B. aus der Polizeipsychologie, zu speziellen Deliktbereichen oder zur familienrechtlichen Begutachtung) durchgeführt.